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Gepostet by on Januar 02, 2017 in Gastbeitrag | 4 Kommentare

Verständnisfragen zum Wachstumszwang und zur Geldschöpfungsart

Sehr geehrter Herr Brichta,

mir hat Ihr Buch sehr gut gefallen, weil es sehr verständlich geschrieben ist. Dafür möchte ich Ihnen erst mal ein großes Lob aussprechen. Die 10 Euro waren bestens investiert. 2 grundsätzliche Verständnisfragen treiben mich noch um:

Wie würden die spiegelbidlich verlaufenden Guthaben- und Schulden-Kurven aus dem Kapital ,,Der Berg und das Loch“ aussehen, wenn die Geldschöpfung grundsätzlich nicht durch Kreditvergabe erfolgen würde?

Was mich zu meiner 2. Frage führt: Würde sich dann am Wachstumszwang unseres jetziges Geldsystems (Schuldgeld) großartig etwas ändern? Schließlich würde es nach wie vor zu Hortung (Geldmengenentzug und Geldspeicheraufbau) und Umverteilung (Zinseszinseffekt auf die Hortung) kommen.

Von Vollgeldbefürwortern lese ich immer wieder, dass es keinen Wachstumszwang mehr geben würde, wenn der Staat die Geldschöpfung der Privatbanken verbietet und anschließend alles Geld selbst durch Staatsausgaben schöpft bzw. in Umlauf bringt. Das kann ich aber irgendwie nicht glauben.

Mit freundlichem Gruß

Sommer

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Gepostet by on August 07, 2016 in Gastbeitrag | 1 Kommentar

100% Deckung

Sehr geehrter Herr Brichta,

mit großem Interesse habe ich Ihr Buch gelesen und glaube unser Geldsystem nun besser zu verstehen.
Folgende Thematik ist mir aber noch nicht klar: Sie beschreiben die Abhängigkeit der Geschäftsbanken vom Geld der Zentralbank und dass nur ein kleiner Teil der Kredite mit Zentralbankgeld abgesichert wird, weil es durch verschiedene Mechanismen auch ohne geht- mit allen daraus resultierenden Risiken.
Nun stellen sich mir diese Fragen: Könnten die Banken eine deutlich höhere Deckung anstreben, wenn sie es nur wollten? Warum verzichten sie darauf? Könnte eine Bank auch eine 100%ige Deckung erreichen?

Vielen Dank!

Jan Riesen

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Gepostet by on Juni 14, 2016 in Gastbeitrag | 1 Kommentar

Fragen zum Buch

Sehr geehrter Herr Brichta,

seit mehr als dreißig Jahren bin ich in der Finanzbranche (auch als Dozent) tätig, verfolge mit Interesse Ihre Berichterstattungen und war erstaunt, wie anschaulich Sie beide die Thematik beschrieben haben. Eigentlich sollte dies jedem ohnehin klar sein, aber es fehlt leider die Finanzbildung. Auch Herr Max Meier hatte das Buch scheinbar nicht sorgfältig gelesen, da die Antworten sehr klar beschrieben waren. Aber scheinbar ist auch er einer der von Ihnen im Buch beschriebenen Volkswirten, die nicht oder nur schwer in der Lage sind, sich von althergebrachten Modellen zu trennen und sich den neuen Herausforderungen (z. B. Nullwachstum…) zu stellen.

Ich jedenfalls finde in Ihrem Buch Passagen, die ich schon seit mehr als zwanzig Jahren verbreite, aber auch mir nur wenige zuhören wollten (z.B. Seite 221 + 222). Wahrscheinlich hat aber genau diese Einstellung dazu geführt, dass meine Portfolios mehrfach ausgezeichnet wurden. Man muss sich auf das Wesentliche konzentrieren und mit gesundem Menschenverstand hinterfragen (Bundesanleihen sind das einzig legale Schneeballsystem è möchte ich als Anleger dabei sein?; sowie die Euro-Konstruktion è war von mir genauso vorhergesagt worden!).

Nach der Lektüre Ihres Buches habe ich folgende Fragen:

Edelmetalle hatte ich bis letztes Jahr nicht als Investment auf der Agenda, weil zu teuer und kein regelmäßiger Ertrag damit verbunden war. Als „Contrarian“ Investor bzw. auf der Suche nach günstigen Investments habe ich in 2015 begonnen in Minenwerte zu investieren und mich in diesem Zusammenhang intensiv damit auseinandergesetzt und Research betrieben. Nun stellt sich für mich zunehmend die Frage, wie kann man sich frühzeitig auf die von Ihnen bevorstehenden Szenarien vorbereiten um nicht günzlich auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Kann es sein, dass Gold- und Silbermünzen im Zuge einer Währungskrise bzw.- reform vorübergehend als Zahlungsmittel und vor allem als Werterhaltungsmittel dienen könnten?

Besonders spannend finde ich Ihre Sichtweise auf Seite 215 „…wahre Werte in möglichst sicheren Ländern besitzen…“. Welche Länder kämen dafür aus jetziger Sicht für Sie in Frage?

Ich bin seit 25 Jahren immer wieder in Kanada und bin bei meiner Recherche auf www.kanada-enterprises.de gestoßen, über die man Edelmetalle in Kanada kaufen und einlagern (außerhalb des Bankensystems) kann. Wo liegt aus Ihrer Sicht hier das Problem (Zugriff des Staates, Zahlungsfähigkeit etc.)?

Ich kann alle Aspekte im Kapitel „Sicherheitsgurte für Ihr Geld“ voll unterschreiben, habe aber noch eine praktische Frage zu Aktienfonds im dort beschrieben Umfeld. Da Aktienfonds aus Geldern vieler Anleger gespeist werden und die bei einer Panik die Gelder abziehen könnten, wäre damit doch das Sondervermögen in der Werthaltigkeit stark beeinträchtigt. Der Fondsmanager müsste (wie in 2008) die besten und liquiden Titel als erstes verkaufen und würde damit dem Fondsvermögen immens schaden. Wäre es in diesem Szenario nicht besser, direkt in Aktien investiert zu sein, anstelle in einer Fondslösung?

Recht herzlichen Dank für eine gelegentliche Antwort auf meine Fragen und Ihrer „Nachhilfe“

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Gepostet by on Mai 25, 2016 in Gastbeitrag | 1 Kommentar

Wann ist die Zeit zum Ausstieg?

Hallo Herr Brichta,
ich bin Leser Ihres Buches „Die Wahrheit über Geld“. Hier schreiben zu bestehenden Lebensversicherungen: „Ich rate also dazu, in den nächsten Jahren einfach wachsam zu sein. Ob man dann tatsächlich eines Tages die Reißleine ziehen sollte, wird sich zeigen. Klar ist jedenfalls: Wenn erst einmal alle kündigen wollen, könnte es bereits zu spät sein. Es kommt also darauf an, im Notfall rechtzeitig den Absprung zu schaffen.“
Ich habe eine laufende LV mit 4% Garantiezins (steuerfrei); Ablauf allerdings erst 2034. Bei welchen Warnsignalen würden Sie hier eine Kündigung in Betracht ziehen ?

Viele Grüße
Ihr Leser
Heiner Müller.

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Gepostet by on Mai 23, 2016 in Gastbeitrag | 3 Kommentare

Geldschöpfung durch Lohnzahlungen?

Sehr geehrter Herr Voglmaier, sehr geehrter Herr Brichta,

ich hatte ihr Buch mit großer Begeisterung gelesen.
Die Argumentation erschien mir durchweg schlüssig.

Können Sie mir vielleicht in einer Sachfrage behilflich sein?
Ich belese mich mehr und mehr zum Thema und finde in Bücher wie im Internet
einen Wust an widersprüchlichen Informationen. Von der Geschichte vom fehlenden Zins
bis zu der These Banken hätten überhaupt gar keine Zinseinnahmen.

Können Sie mir vielleicht sagen ob die These,
Banken würden bzw. könnten Gehälter und Löhne usw.
schlichtweg schöpfen und ihren Angestellten gutschreiben – so etwa wie einem Verkäufer nicht einer Dienstleistung sondern eines Goldbarrens der entsprechende Betrag gutgeschrieben wird?!

http://www.monetative.de/was-ist-geld/

„Unbares Buch- oder Giralgeld wird von Geschäftsbanken per Buchungseintrag im Computer geschaffen, wenn sie Zahlungen an Nichtbanken leisten (z.B. […] Zins- und Lohnzahlungen). […]“

In dem merkwürdigen Buch von Horst Seifert finden sich ähnliche Aussagen.

Sollten Sie Zeit finden, vielen Dank im Voraus.
MFG
F.S.

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