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Gepostet by on September 14, 2018 in Allgemein | Keine Kommentare

Die nächste Krise kommt bestimmt

Die Frage ist nur, wann? Zehn Jahre nach der Lehman-Pleite diskutieren Dirk Müller und ich darüber, ob so etwas wieder passieren kann – und wenn ja, wann? Wie sollte man sich persönlich auf solche Krisen einstellen?

Meine Kollegin Frauke Holzmeier moderiert den Talk.

Die Schweigeminute am Anfang ist dem Gedenken an die Lehmann Brothers gewidmet 😂😂😂

10 Jahre Lehman-Pleite: Diskussion mit Raimund Brichta und Dirk Müller.

Gepostet von ntv Telebörse am Freitag, 14. September 2018

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Gepostet by on Juni 21, 2018 in Allgemein | Keine Kommentare

Geld her für den Euro

Angela Merkel will das Scheckbuch für den Euro zücken. Zusammen mit Emmanuel Macron will sie für einen gemeinsamen Euroraum-Haushalt kämpfen. Der würde dann zu einem guten Teil mit Geld aus Berlin gespeist. Und Merkel sagt auch gleich, wofür sie das Geld hauptsächlich auszugeben gedenkt: für Geldspritzen an Länder in Not und für Investitionen in den ärmeren Euro-Ländern.

Damit trifft sie den Kern des Europroblems. Denn eine Währungsunion zwischen so unterschiedlichen Wirtschaftsräumen hat nur dann eine Überlebenschance, wenn die Schwachen Stütze kriegen von den Starken. Es muss also Geld fließen, solange es die wirtschaftlichen Unterschiede gibt. Sonst fällt der Euro. Das lernt man schon als Ökonomiestudent an der Uni.

Die wenigsten Politiker haben aber Ökonomie studiert. Deshalb sperren sich die ersten von ihnen schon gegen die gemeinsamen Haushaltspläne, wollen aber gleichzeitig den Euro erhalten. Das geht nicht. Man kann den Euro nicht behalten, ohne für ihn zu bezahlen.

Wenn der Euro sprechen könnte, würde er jetzt in Richtung Berlin rufen: Geld her, oder ich fall um. Gebt es ihm, oder lasst ihn fallen,

meint Ihr
Raimund Brichta

Quelle:

https://www.teleboerse.de/kolumnen/Geld-her-fuer-den-Euro-article20491057.html

 

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Gepostet by on Juni 11, 2018 in Allgemein | Keine Kommentare

Auch Notenbanken können pleite gehen

Der folgende Dialog zwischen einem guten Bekannten und mir ergab sich aus einem Kommentar im heutigen „Wellenreiter“ des geschätzten Kollegen Robert Rethfeld.

Zuerst das Zitat:

„Die Bank of Japan hält etwa 50 Prozent der japanischen Staatsverschuldung, Tendenz weiter steigend. Im Jahr 2011 lag der Anteil bei 9 Prozent. Man muss kein Prophet sein, um bei einem unverminderten Tempo der Aufkäufe davon ausgehen zu können, dass die Staatsverschuldung Japans mehr und mehr aufs Eis gelegt wird. Forderungen von Gläubigern wird es bald nicht mehr geben. Schulden sind dann effektiv keine Schulden mehr, wenn es niemanden mehr gibt, der sie einfordern könnte. Sie werden lediglich eine Bilanzposition der Bank of Japan sein und nur noch auf dem Papier existieren.

Bei gleichbleibendem Tempo wird Japan seine Staatsverschuldung bis zur zweiten Hälfte der 2020er Jahre komplett abgebaut haben. Der JGB-Markt wird m öffentlichen Handel keine Rolle mehr spielen. De facto wird Japan schuldenfrei sein. Bitte gewöhnen Sie sich an diesen Gedanken. Diese Lösung dürfte einen Vorbildcharakter für die EZB haben, die spätestens in der nächsten Krise die Anleihekäufe wieder aufnehmen wird, sollte sie sie tatsächlich zum September einstellen.“ (Quelle: Wellenreiter-Frühausgabe vom 11.06.2018, Seite 3)

Martin:
Hallo Raimund, wird es in der Realität tatsächlich so einfach sein?

Das hieße, dass Volkswirtschaftler und auch alle „Österreicher“ komplett daneben liegen würden.

Ferner wäre der Beweis angetreten, dass ausufernde „Schuldenmacherei“ sogar gut und erfolgreich, sparen hingegen etwas für Idioten ist.

Und nicht zuletzt: die Marktteilnehmer besäßen kein Interesse daran, so ein Verhalten zu strafen, bzw. regulatorisch einzugreifen.

Ist es so einfach…was meinst Du?

Raimund:
In der Endphase wird es vermutlich so oder so ähnlich laufen. Dies wird dann aber dazu führen, dass das Vertrauen in die Notenbanken endgültig schwindet und diese pleite gehen. Also Währungsreform o.ä.

Martin:
Notenbanken können ja nur bilanztechnisch Pleite gehen, ansonsten kann z.B. die EZB negatives Eigenkapital fahren wie sie will, den Unterschied merkt nach außen eh niemand.

Doch wann schwindet das Vertrauen wirklich?

Eigentlich dürfte es bereits jetzt nicht mehr vorhanden sein, dass sich ja abzeichnet was läuft.

Doch das reicht wohl noch nicht aus, also wann dann?

Kollabiert der Yen tatsächlich wenn die BOJ 75 oder 90 oder gar 100 % der Staatsschuld aufgekauft hat?

Raimund:
Wie es läuft, habe ich doch schon in unserem Buch beschrieben.

Notenbanken können auf zwei Arten pleite gehen:

1. Gegenüber dem Ausland, wenn die Forderungen der Ausländer nicht mehr mit harten Assets bedient werden können (die eigene Währung nützt dann nix). Der isländischen Notenbank zum Beispiel hat eine solche Pleite in der Finanzkrise gedroht.

2. Aber auch gegenüber den Inländern, wenn das Vertrauen in die eigene Währung schwindet (z. B. Währungsreform 1948, die sich am Mittwoch nächster Woche zum 70. Mal jährt). Diese Art der Pleite wird nur anders genannt.

Die Finanzmärkte dürften in beiden Fällen schon im Vorfeld damit beginnen, gegen die betreffenden Notenbanken zu spekulieren, was derzeit für viele noch undenkbar ist („spekuliere niemals gegen die Zentralbank“).

Aber bis es soweit ist, wird es noch einige Jahre dauern. Ich persönlich rechne frühestens Ende des nächsten Jahrzehnts damit.

Martin:
Es erscheint mir doch weniger eine Frage der Zeit zu sein, als eine Frage der Erosion.

Denn sonst könnten ja tatsächlich alle Schulden eines Währungsraums durch die zuständige Notenbank zurückgekauft werden ohne Konsequenzen zu fürchten, weil es noch nicht an der Zeit ist…

Raimund:
Wo siehst Du da einen Widerspruch? Eine Erosion braucht immer Zeit, sonst wäre es ja keine Erosion 😉

Die beschriebenen Prozesse werden mit Sicherheit nicht von heute auf morgen – also schlagartig – passieren. In der Zwischenzeit kann sogar vorübergehend die Richtung gewechselt werden, wie derzeit schon in den USA zu beobachten (und demnächst möglicherweise sogar in Europa). Spätestens in der nächsten großen Krise aber werden die Netto-Käufe von Staatsanleihen zurückkehren und vermutlich das Ausmaß der letzten Käufe weit übertreffen.

Oder glaubst Du – wie Ex-Mrs. Moneymaker Yellen – daran, dass es zu unseren Lebzeiten keine solche Krise mehr geben wird?

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Gepostet by on Januar 24, 2018 in Allgemein | Keine Kommentare

Hans Christoph Binswanger ist tot

Wir trauern um einen herausragenden Ökonomen, der ganz wesentlich zum Gelingen der „Wahrheit über Geld“ beigetragen hat. Professor Hans Christoph Binswanger hat unser Buch inhaltlich komplett lektoriert und uns viele wertvolle Hinweise und Tipps gegeben. Wir schätzen uns glücklich, einen solch kompetenten Lektor gehabt zu haben.

Jetzt ist Professor Binswanger im Alter von 88 Jahren gestorben. Hier geht es zu einem Nachruf in der Neuen Zürcher Zeitung.

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